Abnehmen - aber richtig!

von Kristin Herberg

Kaum eine Frau macht sich keine Gedanken über Ihre Figur (Männer dürfen sich natürlich auch angesprochen fühlen ).

Oft orientiert sich der Mensch an einem Idealbild, so wie es beispielsweise in den Medien propagiert wird.

Aber lassen wir uns nicht viel zu sehr beeinflussen von "den Anderen"? Was ist denn richtig für den Einzelnen? Und wie kann ich gesund abnehmen?

-Abnehmen, ohne Frustration-geht das?

 

In meiner Blog-Reihe: Abnehmen- aber richtig!, möchte ich auf diese und andere Fragen eingehen und wertvolle, therapeutisch orientierte Ratschläge und Anregungen geben. Ich zeige unter Anderem psychische und körperliche Zusammenhänge und Ursachen von Übergewicht auf und weise auf Lösungen hin.

"Der Stoffwechsel ist entscheidend beim Abnehmen", "Gesund Essen und trotzdem satt sein" und "Cellulite-Entstehung und was man dagegen tun kann (mit Übungstipps)" - sind die bisher geplanten Artikel meiner Blog-Reihe.

Bevor wir anfangen, möchte ich in diesem Beitrag aber erstmal die Frage in den Raum stellen: Welche Figur tut mir (bzw. euch) denn gut?

 

Natürlich hat fast jeder mal den "Ich-fühl-mich-heute-nicht-schön-Tag". Aber realistisch betrachtet.... weibliche Rundungen, Cellulite-wenn man in den Po kneift, ein bisschen Mehr um die Hüften und das berühmte kleine Speckröllchen am Bauch - mindestens 90% der erwachsenen, weiblichen Weltbevölkerung haben zumindest diese Dinge. Sie sind eben ganz NORMAL.

Wo fängt gefühltes Übergewicht an, und wo hört es auf ?

Meiner Meinung nach, sollte das Gewicht nicht einschränken- z.B. bei der Körperhygiene und bei alltäglichen Bewegungsabläufen. Auch sollte man nicht zu schwer schnaufen müssen, wenn man beispielsweise Treppen hoch läuft. Ich finde es wichtig den gesundheitlichen Gesamtzustand zu sehen. Alles was der Gesundheit nicht zuträglich ist, sollte verändert werden.

Denn zu viel Fett bedeutet, daß sich Schlacken und Giftstoffe im Gewebe festgesetzt haben. Was in der Regel auch auf weitere gesundheitliche Blockaden hinweist.

Zu den rein körperlichen Zusammenhängen werde ich aber vor allem im Teil über den Stoffwechsel eingehen.

 

Bei der Frage was den Einzelnen dazu bewegt abzunehmen, spielen natürlich eigene Maßstäbe, der Selbstwert und Selbstakzeptanz eine große Rolle.  Manche Menschen möchten perfekt sein, natürlich auch äußerlich. Das kann soweit gehen, daß Sie ihre Wertigkeit davon abhängig machen, ob sie nun 3 oder 4 Kilo zuviel wiegen. Das hört sich jetzt sehr übertrieben an, ist aber leider Realität, so erlebe ich es zumindest manchmal in meiner Praxis.

Akzeptanz ist so wichtig, selbst wenn man tatsächlich richtiges Übergewicht hat-gerade dann, ist es sogar mitentscheidend für den Abnehmerfolg. Sind wir es uns wirklich wert, daß wir uns wohl und gesund fühlen, oder wollen wir nur einer bestimmten Norm, oder sogar den Vorstellungen anderer Menschen entsprechen? Wenn das so ist, dann braucht man gar nicht erst versuchen abzunehmen, denn Frustration ist hier vorprogrammiert.

 

Alles, was ich über mich selbst denke, ist viel wichtiger als all das, was andere über mich denken. Wir selbst sind es, die sich durch ständige Vergleiche, Konkurrenzdenken und Komplexe runter ziehen. Selbstablehnung wirkt wie eine negative Hypnose, denn das was wir glauben, machen wir für uns immer wahr. Wenn wir von uns selbst glauben, wir sind nicht gut genug, werden wir Komplimente von anderen nicht annehmen können, da wir Ihnen nicht glauben.

Alles was nicht mit unserer Wahrheit übereinstimmt, lehnen wir ab, erklären es für unwahr oder zweifeln zumindest daran.

Wenn man sich beispielsweise für einen Versager hält, wird man immer einen Weg finden, um das negative Urteil von sich zu bestätigen. Entweder tut man gar nichts oder geht alles nur halbherzig an. Zwangsläufig wird der Erfolg gering sein, und man wird sich in seiner negativen Meinung über sich bestätigt fühlen. In Wirklichkeit hat man es allerdings heraufbeschworen. Man nennt das in der Psychologie, selbsterfüllende Prophezeiung.

Falls man dann doch ausversehen mal Erfolg hat, wird man sagen,"das war doch nur Zufall".

Genauso ist das mit dem Abnehmen.

Wichtig ist:

 

1. Sich annehmen wie man ist ( auch wenn einige Kilos zu viel da sind)- denn in diesem Augenblick kann man sowieso nichts ändern, und zieht sich nur unnötig runter.

2. Nach den für mich passenden Möglichkeiten suchen, um wieder gesünder/schlanker/fitter zu werden.

3. An sich glauben! Sich selbst loben, für kleine Erfolge. Nicht aufgeben, wenn Rückschritte kommen. "Gut Ding, will Weile haben".

 

 

Es gibt natürlich auch emotional Zusammenhänge warum der Eine mehr und der Andere weniger "Speck um die Hüften" hat.

Verletzungen aus der Kindheit spielen u.a. eine Rolle. Wenn man sich z.B. allein gelassen gefühlt hat, niemandem vertrauen konnte oder körperlich/emotional verletzt wurde - sind mögliche Ursachen.

Das Übergewicht entwickelt sich dann meist erst in späteren Jahren. Es dient in diesem Fall als Schutz, auch vor Nähe. Denn wenn genug Umfang da ist, muss ich schon rein räumlich niemanden so nah an mein Herz lassen.

Hier ist es wichtig die Vergangenheit aufzuarbeiten (bestenfalls mit therapeutischer Begleitung) und loszulassen, damit ich wieder frei für meinen Weg bin.

 

WIchtig ist es den Entschluss zu fassen etwas zu ändern. Und zwar sich selbst (nicht nur das Gewicht).

Das ist der erste Schritt auf dem Weg zur Gesundheit und zum Wohlbefinden.

 

 

 

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